Vorteile für asymmetrische Feinde

Der Feind macht sich unangreifbarer, indem er Grenzen zwischen miltiärischen und zivilen Bereichen möglichst verwischt: z. B. indem Kämpfer ohne Uniform in der Zivilbevölkerung untertauchen, indem sie Zivilisten als Schutzschilder benutzen oder sich in nicht angreifbaren Räumen (Friedhöfen, Moscheen, Schulen Spitälern Rotkreuzfahrzeuge u.a.) versammeln.

Sie möchten den Gegner moralisch delegitimieren, indem sie ihn  nötigen, ethisch möglichst problematische Kollateralschäden (z. B. in Form getöteter Frauen und Kinder) zu produzieren

Da AWS immer nach einem stabil festgelegten, klar definierten Regelsystem agieren müssen und auf klar ausdifferenzierte militärische Ziele angewiesen sind, ist es für den asymmetrischen Feind ein leichtes, sie durch solche Tricks zu übertölpeln: vor allem wenn es ihnen durch Spionage gelingt, dieser expliziten Regelstrukturen, die in die Software des AWS eingebaut sind, habhaft zu werden.

Gerade im asymmetrischen Krieg wird es deshalb immer konventionelle Soldaten und Offiziere brauchen, die derartige Tricks und Listen, die in ihrer Form ständig wechseln, intuitiv durchschauen und bereit sind, im Interesse der Kriegsziele auch unter Missachtung bisher geltender Regeln zu agieren (z. B . indem man auch ein in einem heiligen Gotteshaus akkumuliertes Waffenlager zerstört). (Borenstein 2008: 7).